Holistische
Selektionsmodelle für Aktien

Die Preisentwicklung an Aktienmärkten wird durch das Aufeinandertreffen verschiedener Anlagephilosophien und Bewertungsmodelle bestimmt.

Manche Investoren setzen auf die klassische Analyse von fundamentalen Kennzahlen, um dann ein zumeist konzentriertes Portfolio von „attraktiven“ Werten aus unterschiedlichen Branchen zusammenzustellen und dies einige Zeit zu halten. Andere Investoren glauben an temporäre Über- und Unterbewertungen und handeln Aktien mit eher kurzfristigen Horizonten auf Basis von Unternehmensmeldungen und Nachrichten. Viele Investoren setzen auf die bekannten Stilprämien wie Value, Growth, Quality und Size, um ihre Portfolios regelbasiert und diszipliniert aktiv zu bewirtschaften. Und schließlich gibt es Momentum-Investoren, die sich vornehmlich mit den Preishistorien von Aktien beschäftigen und daraus Schlüsse über Verhaltensanomalien ziehen.

Die unterschiedlichen Selektionsmodelle unterliegen einerseits individuellen Überzeugungen aus der beruflichen Praxis, andererseits wissenschaftlichen Befunden insbesondere aus der empirischen Finanzmarktforschung. In aller Regel wird der typische quantitative oder qualitative Anlageprozess von einem dieser Vorgehensmodelle dominiert, so dass alle genannten Modelle in die Entwicklung von Marktpreisen einfließen.